Vertretungskonzept

Unser Vertretungskonzept sichert:

  • Kontinuität des Unterrichts
  • qualitativen Unterricht
  • aktive Lernzeit

 

Dabei gehen wir von den Grundsätzen aus, dass Schüler/innen Anspruch auf Unterricht haben und die Eltern erwarten, dass ihre Kinder während der Schulzeit sinnvoll unterrichtet und betreut werden. Diesen Ansprüchen wird unsere Schule gerecht, indem sie für alle Klassen verbindliche Stundenpläne und Vertretungspläne erstellt.
Vertretungsunterricht ist Bestandteil des schulischen Alltags. Durch Fort- und Weiterbildungen, Erkrankungen, Klassenfahrten, Exkursionen, Projekte usw. fallen Vertretungen an. Das verlangt ein besonderes Maß an Kooperationsbereitschaft von allen Beteiligten.
Um den Ausfall von Unterricht so gering wie möglich zu halten, müssen Regelungen für den Vertretungsunterricht getroffen werden.
Die Schule informiert über den Vertretungsplan über anfallende Vertretungen und Abweichungen vom Stundenplan. Auch im Vertretungsfall sind die Schüler/innen verpflichtet, sich auf Fachunterricht einzustellen und die entsprechenden Materialien mitzubringen.

Ziele des Vertretungskonzepts

•    Ziel ist es, die Kontinuität des Unterrichts soweit wie möglich zu erhalten und so wenig Unterricht wie möglich ausfallen zu lassen.
•    Ziel ist es, qualitativ angemessenen Vertretungsunterricht zu gewährleisten, der über eine reine „Beschäftigung“ der Schüler/innen herausgeht.
•    Ziel ist es, ein Bewusstsein bei Lehrenden und Lernenden zu schaffen, dass zu vertretende Stunden aktive Lernzeit sind.

Grundsätze des Vertretungsunterrichts in der Erprobungs- und Mittelstufe

Wann wird vertreten?

•    Der tägliche Unterricht soll möglichst nach Plan erteilt werden.
•    Am Vormittag soll in den Klassen 5 und 6 Vertretungsunterricht von der ersten bis zur sechsten Stunde gewährleistet sein. In den Klassen 7 bis 9 kann unter gewissen Sachzwängen die erste bzw. sechste Stunde entfallen.
•    Im Nachmittagsbereich ist keine kurzfristige Vertretung vorgesehen.

Wie wird vertreten?

•    Vertretungsstunden sind grundsätzlich Unterrichtsstunden und in der Regel auch Fachunterricht, welcher auf den Prinzipien der aktiven Lernzeit beruht.
•    Ist der kurzfristige Ausfall vorhersehbar (Fortbildungen, Klassenfahrten etc.) versorgt die abwesende Lehrkraft die Klasse bzw. die Kollegen mit Material, soweit dies didaktisch möglich ist. Wenn Material von der zu vertretenden Lehrkraft vorliegt, wird dies für die Vertretungsstunde genutzt und von den Schülern/innen eigenständig bearbeitet und in den folgenden Unterrichtstunden wieder aufgegriffen. Sollte eine, in der Klasse unterrichtende Lehrkraft eingesetzt werden, erfolgt Fachunterricht, wenn keine Aufgaben vorliegen.
•    Bei der ad-hoc Vertretung kann nicht immer auf eine Fachkraft oder auf vorliegendes Material zurückgegriffen werden. In diesem Fall wird eine pädagogisch sinnvolle Beschäftigung angestrebt, die in der Verantwortung der vertretenden Lehrkraft liegt. Für diesen Fall liegen Materialien bereit.
•    Hausaufgabenbetreuung ist kein Vertretungsunterricht und erfolgt nur in Ausnahmefällen.
•    Liegen bestimmte Sachzwänge vor, kann aus-nahmsweise eine Mitbetreuung einer zweiten Klasse stattfinden, wenn gleichzeitig sichergestellt ist, dass ein Arbeitsauftrag und/oder Arbeitsmaterial vorliegt.
•    Durch unser Verständnis, dass Vertretungsun-terricht aktive Lernzeit ist, ist auf nicht didaktisierte Materialien wie Spielfilme, Spiele etc. zu verzichten.

Wer vertritt?

•    Folgende Rangfolge wird bei der ad-hoc Vertretung beachtet:

  1. Vertretung durch Lehrkräfte, die in der jeweiligen Klasse unterrichten,
  2. Vertretung durch eine/n entsprechenden Fachlehrer/in,
  3. allgemeine Vertretung (weder klassen- noch fachbezogen)

•    Um eine übermäßige Belastung einzelner Kollegen/innen zu vermeiden, wird nach internen Absprachen, ggf. von dieser Reihenfolge abgewichen. Des Weiteren sind Kollegen/innen, die durch Freistellungen keinen Unterricht erteilen, für Vertretungen vorrangig einzusetzen.
•    Die Mehrarbeit und Belastung des Kollegiums, die durch Vertretungsunterricht verursacht wird, soll auf das notwendige Maß, gemäß der rechtlichen Vorgaben, beschränkt werden. Es gilt die Mehrarbeitsverordnung.
•    Es wird angestrebt, eine ausgewogene Vertretungsbelastung entsprechend dem Umfang der Unterrichtsverpflichtung der Kollegen/innen zu erreichen.

Vertretungsunterricht in der Oberstufe

•    Eine kurzfristige Vertretung von Oberstufenunterricht ist nicht vorgesehen. Schüler/innen der gymnasialen Oberstufe sind eigenständige Lerner und nutzen diese Stunden zum eigenständigen und eigenverantwortlichen Arbeiten bzw. zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts. Ausfallender Unterricht in der Oberstufe ist daher keineswegs als Freistunde zu definieren.
•    Die Lehrkräfte sind verpflichtet, bei vorhersehbarer Abwesenheit geeignete Aufgaben zu stellen und deren Ergebnisse nach Beendigung ihrer Abwesenheit von den Schü-lern/innen einzufordern. Die Wahl des Lernortes ist dabei nicht beliebig. Er wird von der Lehrkraft festgelegt, und zwar in Abhängigkeit von den pädagogischen Gegebenheiten der jeweiligen Lerngruppe sowie vom Thema, den Unterrichtsmaterialien und den geforderten sozialen Interaktionsformen (z. B. Einzelstudium, Partner- bzw. Gruppenarbeit in der Schule, Internetrecherche zuhause oder in der Schule).

Organisatorische Regelungen des Vertretungsunterrichts

•    Der Vertretungsplan wird regelmäßig aktualisiert und Kollegen/innen, Schüler/innen und Eltern über anstehende Vertretungen und Unterrichtsausfälle informiert.
•    Der Vertretungsplan ist durch das „Digitale Schwarze Brett“ im Lehrerzimmer, im Foyer sowie auf der Homepage des KWG stets einzusehen. Die Onlineversion des Vertretungsplans ist passwortgeschützt, die Zugangsdaten sind über das Sekretariat oder den Klassenlehrer erhältlich.
•    Alle Kollegen/innen und Schüler/innen nehmen regelmäßig Kenntnis vom aktuellen Stand des Vertretungsplans.
•    An jedem Wochentag wird für die erste Stunde eine Vertretungsbereitschaft eingerichtet.
•    Bei Ausfall einer Förderschulkraft wird zur Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen in den integrativen Lerngruppen bei Bedarf eine Vertretung/Betreuung eingesetzt. Die Schülerinnen und Schüler mit gesondertem Förderbedarf werden für diesen Fall von den Förderkräften mit Arbeitsmaterial versorgt.
•    Bei vorhersehbaren Vertretungen (Fortbildungen, Klassenfahrten oder sonstigen Beurlaubungen) stellt die zu vertretende Lehrkraft Material/Aufgaben für den Unterricht zur Verfügung und gibt sie der Klasse, dem vertretenden Kollegen/innen oder hinterlegt sie im Planungsbüro.
•    Bei absehbarem, längerfristigem Ausfall von Lehrkräften (ab zwei Wochen), muss sich die Schulleitung um eine fachkompetente Dauervertretung bemühen. Die Anpassung des Stundenplans und die befristete Änderung der Stundentafel zur Sicherstellung von Unterricht sind möglich. Die Eltern werden bei einem langfristigen Ausfall einer Lehrkraft durch die Schulleitung bzw. den Klassenlehrer/in informiert.

Unterrichtsorganisation