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Gute Freunde, gute Musik

KWG-Schülerband gewinnt Vorrunde in größtem Bandwettbewerb

Viele Schülerbands sind Zweckgemeinschaften. Der eine kann trommeln, der andere will singen oder den Verstärker mit derben Gitarrenriffs malträtieren. »Bei uns ist das anders«, sind sich die Mitglieder der KWGSchülerband einig. »Wir sind einfach Freunde, die Spaß an der Musik haben.«»Alles begann an einem weißen Klavier«, erinnert sich Gitarrist Marlon. Bei einem Anti-Rassismus-Seminar, das acht von ihnen schulbedingt in Bielefeld besucht hatten, passierte die musikalische Initialzündung. »Dann hab ich meine Gitarre ausgepackt, und plötzlich standen wir alle singend da.« Ein halbes Jahr später kam ihr Musiklehrer Ralf Westermann auf sie zu. Ob sie denn keine gemeinsame Band gründen wollten, fragte er damals. Die Neun, mittlerweile ergänzt durch Chiara, die jüngere Schwester des Gitarristen, waren sich direkt einig: »Wir haben Spaß an der Musik  und das wollen wir zeigen.« Dass der »eher unkonventionelle Haufen«, wie Bandleiter Andreas Pieper von der Musikschule Höxter seine Schützlinge nennt, nicht nur freundschaftlich, sondern auch musikalisch auf einer Wellenlänge ist, zeigt sich spätestens mit ihrem Vorrundensieg im »School Jam«, dem deutschlandweit größten Wettbewerb für Nachwuchs-und Schülerbands. »Wir hätten nie damit gerechnet, weiterzukommen«, geben sie zu. Dennoch brachten sie ihre Cover-Versionen von Gary Jules’ »Mad World« und »Umbrella« von »The Baseballs« unter die Top Ten im Einzugsgebiet der Bezirksregierung Detmold. Läuft es weiterhin so gut, dann landet die Band am 23. Februar im Regionalfinale in Hannover. Mit »Nightflight«, der ersten Band unter Piepers Schirmherrschaft, zogen die letzten Höxteraner dort im Jahr 2014 ein. »Da hatten wir echt gute Chancen, aber der dritte Platz hat leider nicht für mehr gereicht«, erinnert sich Pieper. Star-Allüren machen sich bei den neun Hoffnungsträgern noch nicht breit: Die Proben finden, wie gewohnt, im Musikraum des Gymnasiums statt, akustisch und ohne technischen Schnickschnack. Teure Studio-Sessions werden nicht gebucht, jegliche Aufnahmen »live and unplugged« im Proberaum aufgenommen. Fördergelder abseits der Bezuschussung, die Andreas Pieper für seine Arbeit mit den Jugendlichen aus dem »Kultur und Schule«-Fördertopf des Landes NRW bekommt, sind nicht nötig.

 

Titelbild: Live and unplugged: Bis zu drei Stimmen decken die Sängerinnen und Sänger der KWG-Schulband ab. Auf elektronische Hilfe wird verzichtet. Ein Cajon ersetzt das Schlagzeug, ein Flügel das Keyboard.

Gute Freunde, gute Musik

gt;Text und Foto: Timo Gemmeke - Westfalen-Blatt vom 05.02.2017</p>"