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300 Gäste vom KWG-Film begeistert

Abitur mit Hindernissen: Karen Sedrakyan beim Festakt besonders begrüßt

 

Der Festakt anlässlich des 150-jährigen Bestehens des König-Wilhelm-Gymnasiums (KWG) ist ein Stück weit auch zu einem »Familientreffen« geworden. Ehemalige Lehrer trafen auf frühere Schüler, Vertreter des öffentlichen Lebens kamen beim Empfang mit Eltern ins Gespräch. Besonders Karen Sedrakyan wurde von Schulleiter Georg Wieners sehr herzlich begrüßt. Der Abiturient von 2013 hatte vielleicht den ungewöhnlichsten Weg zum Abi hinter sich: 2008 als Asylbewerber ohne Deutschkenntnisse nach Höxter gekommen, schaffte Karen den Hauptschulabschluss und wechselte dann ans KWG. 2011 drohte die Abschiebung, was durch eine groß angelegte Kampagne seiner Schule verhindert werden konnte. Karen machte 2013 Abitur und studiert zurzeit in Göttingen Jura. Er absolvierte ein Praktikum im Rechtsamt der Stadt und zeigte sich sehr dankbar für die Riesenchance, überhaupt das Abi am KWG machen zu können.

Dass man mit einem KWG-Abitur Karriere machen kann, dafür war der 78-jährige Ex-Minister und Festredner Prof. Klaus Töpfer (Abi 1959) ein gutes Beispiel. Auch Ex-Abiturient Landrat Friedhelm Spieker (Abi 1974) hatte Schulgeschichten auf Lager: Er berichtete, dass er eigentlich Biologielehrer habe werden wollen. Sein damaliger Bio-Lehrer Kurt Preywisch habe ihn sehr geprägt. Wegen der drohenden Lehrerschwemme sei er dann aber Jurist geworden.

Zum Abschluss des mehr als dreistündigen offiziellen Teils des Festaktes am Sonntagabend wurde der erste KWG-Film vorgestellt. Der bekannte Filmemacher Daniel Winkler hatte im Auftrag des KWG-Fördervereins das Gymnasium gelungen portraitiert. Das Werk kann auf der zum Jubiläum neu gestalteten Internetseite aufgerufen werden und fand bei den 300 Gästen der Festveranstaltung guten Anklang. Winkler wird seinen Film um Szenen aus dem Jubiläumsjahr noch erweitern.

Die Festschrift zum 150-Jährigen soll zum Jahresende mit aktuellen Beiträgen über das Jubiläum (Motto »Zukunft braucht Geschichte«) veröffentlicht werden.

 

 

Text & Foto aus dem Westfalen-Blatt vom 17.05.2017