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Jeder kann etwas tun

KWG-Schüler bauen Nistkästen und Insektenhotels

 

»Alle Vögel sind schon da …« können die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c des König-Wilhelm-Gymnasiums nicht bestätigen. Bei der Vogelzählung für den NABU haben sie in ihren Gärten zwar einige Vögel beobachten können. Doch sie wissen auch, dass wir Menschen es den Vögeln nicht gerade leichtmachen.

»Durch weniger Hecken an Wald- und Feldrändern und zu ordentliche Gärten gibt es für die Vögel weniger Nistmöglichkeiten«, haben sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrem Lehrer Christian Kaup im Biologieunterricht vor Augen geführt. Und durch den Einsatz von Pestiziden finden sie weniger Insekten als Nahrung.

Weniger Fliegen, die einem beim Fahrradfahren in die Augen fliegen, weniger Wespen, die einem den Kuchen streitig machen und weniger Mücken, die genau dann lästig werden, wenn man am Abend zur Ruhe kommen möchte: Dass das kein Grund zur Freude ist, erfuhren die Schüler im Biologieunterricht ebenfalls. Die Mädchen und Jungen lernten, dass uns das Phänomen des Insektensterbens sogar große Sorgen bereiten sollte.

Aber das Wissen allein reicht nicht aus, um der Umwelt zu helfen. Auf ihrem Wandertag besuchte die Klasse 6c die Landesgartenschau in Bad Lippspringe. Dort bauten die Kinder unter Anleitung von Birgit Jäger-Koblitz vom NABU im Rahmen des »grünen Klassenzimmers« 16 Nistkästen für Vögel. Diese werden von ihrem Biologielehrer Christian Kaup auf dem Schulgelände aufgehängt. »Doch damit ist die Arbeit noch nicht getan«, sagt der Pädagoge. Der genaue Standort der nummerierten Nistkästen wird auf einer Karte notiert, damit die Kästen während der Brutsaison von den Schülerinnen und Schülern auf mögliche Mieter beobachtet werden und nach der Brutsaison gereinigt werden können.

Und auch für die Insekten wird etwas getan. Diesmal im Rahmen des Kunstunterrichts der Klasse 5b. Hier fertigten die Schülerinnen und Schüler aus Ton Nisthilfen für Wildbienen und andere Insekten, sogenannte Insektenhotels. Sie eignen sich besonders gut zur Beobachtung, da Wildbienen sehr friedlich sind und die Schülerinnen und Schüler deshalb keine Angst vor einem Bienenstich haben müssen. Und am Ende des Unterrichts steht ein Appell, den Lehrer Christian Kaup präzise auf den Punkt brachte: »Nachmachen erwünscht! Jeder kann etwas tun.«

 

Text & Foto aus dem Westfalen-Blatt vom 29.06.17