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Jugendschutz ernstnehmen

Diskussion um KWG-Abiball in Stadthalle Höxter – »kein Druck von der Stadt«

 

Unter der Überschrift »Im Abendkleid im Regen« war im WESTFALEN-BLATT vom 4. Juli ein Artikel über den KWG-Abiturball zu lesen. Darauf folgte am 5. Juli ein Leserbrief mit dem Titel »Abiturienten in den Regen geschickt«. Kritik wurde in beiden Artikeln vor allem am Einlass zur Veranstaltung in Höxters Stadthalle, der in der Tat lange gedauert hat, geübt. Außerdem wurde harsch über die Stadthalle Höxter geurteilt. Für das KWG haben Ralf Westermann (Oberstufenkoordinator des KWG), Dr. Dietmar Meletzus, (Tutor der Jahrgangsstufe Q2), Christiane Kauerauf (Tutorin der Jahrgangsstufe Q2) und für Jahrgangsstufe Q2 Liborius Schmidt (Jahrgangsstufensprecher Abitur 2017) eine Stellungnahme zur Problematik verfasst.

»Da Ball-Veranstaltungen keine Schulveranstaltungen sind, werden solche Abiturbälle von engagierten Schülern organisiert, die sich damit freiwillig eine gewaltige Aufgabe und einiges an Verantwortung aufladen. Da diese Schüler das naturgemäß zum ersten Mal machen, werden sie dabei von der Schule entsprechend beraten und unterstützt. Der Abiball in der Stadthalle war eine rundum gelungene Veranstaltung«, stellen die Verantwortlichen fest.

»Wer sich an etwas stören möchte, mag gerne den langwierigen Einlass nennen, sollte dabei aber nicht vergessen, dass ein Veranstalter bei Feiern mit Jugendlichen rechtlich verbindlich unterscheiden können muss, wer welchen Alkohol konsumieren darf. Als betreuende Lehrer sind wir jedenfalls froh, dass die Stadthalle Höxter ihren Jugendschutz-Auftrag hier sehr ernst nimmt und dererlei Veranstaltungen nur mit entsprechendem Security-Personal, Armbändchen und gerne auch dem “Mutti-Zettel” durchführt«, heißt es in der Stellungnahme.

Und weiter: »So wie von uns an den Höxteraner Schulen natürlich ein korrekter Umgang mit den Schülerinnen und Schülern auf Kursfahrten, Klassen- und Schulfesten erwartet werden darf, unterstützen wir dieses Vorgehen der Stadthalle gerne, auch wenn dafür beim Einlass eine Wartezeit in Kauf genommen werden muss.«

»Wir Lehrer jedenfalls sind stolz auf das Organisationsteam unserer Schüler, die einen rundum gelungenen Abiball mit gutem Essen, stilvoller Deko und wirklich gutem DJ zu einem bezahlbaren Kartenpreis auf die Beine gestellt haben. Und dafür gebührt ein Teil des Dankes im Übrigen auch der Stadthalle Höxter!«

Ralf Westermann, Dietmar Meletzus, Christiane Kauerauf und Liborius Schmidt stellen fest: »Skandalös finden wir es, wenn in Leserbriefen offensichtlich grob falsche Zahlen und Behauptungen öffentlich in die Zeitung gesetzt werden. Jeder, der ansatzweise einen Einblick in die Planung solcher Veranstaltungen hat, kann sich ausrechnen, dass man 500 Essen in Abiball-Qualität samt DJ, GEMA-Gebühren, Security & Co. für 3000 Euro nicht ansatzweise bekommen kann – auch nicht in Beverungen oder anderswo.«

Darüberhinaus zu behaupten, dass die Stadt Druck auf die Schüler ausgeübt habe, um den Abiball in Höxter stattfinden zu lassen, entbehre jeder Grundlage. »Natürlich freuen wir uns, wenn die Abschlussfeierlichkeiten in Höxter stattfinden können. Die Entscheidung darüber ist aber nach Abwägung der Pro- und Kontrapositionen demokratisch in einer Jahrgangsstufenversammlung der Abiturienten gefallen«, schreiben die KWG-Vertreter. Lehrer oder Mitarbeiter der Stadt hätten dabei selbstredend nicht mit abgestimmt oder Einfluss genommen.

Ferner heißt es: »Wer nicht zufrieden mit dererlei Entscheidungen ist, kann sich auch gerne im Vorfeld in den entsprechenden Arbeitskreisen der Schüler engagieren, um mitbestimmen zu können. Wer das nicht nutzt, möge bitte im Anschluss nicht nachtreten und Keile zwischen Stadthalle, Stadt, Schüler, Eltern und Lehrer treiben. Vielleicht kann man sich ja in Zukunft darauf einigen, dass man Kritik zunächst gerne an unserer Schule vorbringen darf und auch soll, um sich die Hintergründe darlegen zu lassen. Viele Entscheidungen haben ja tatsächlich einen sinnvollen Hintergrund. Wir würden uns freuen, wenn hiermit die Diskussion ein vernünftiges Ende findet.«