Abi und was dann?

Studien- und Berufe-Börse am KWG: Firmen berichten über Chancen

Studieren? Mit einer Ausbildung beginnen? Duales Studium? Ein Jahr das Leben im Ausland kennen lernen? Freiwilliges soziales Jahr? Die zukünftigen Abiturjahrgänge haben – wie alle Jahrgangsstufen 11 und 12 in der Region auch – die Qual der Wahl. Abi – und was dann?

Das König-Wilhelm-Gymnasium in Höxter will den künftigen Absolventen frühzeitig Hilfestellung geben, sich beruflich zu orientieren. Mehr als ein Dutzend Referenten haben beim jüngsten Studientag berufliche Perspektiven präsentiert und verschiedene Branchen vorgestellt. Das Abi als Sprungbrett: Das Abitur für eine akademische Karriere nutzen, viele streben das an – wissen aber lange überhaupt nicht, was sie studieren sollen, so eine Erfahrung der Dozenten der Studienbörse im Gespräch mit den mehr als 80 Elfklässlern. »Es ging bei den Inforunden weniger um das Ringen einzelner Branchen um junge Talente sondern mehr um Basisinformationen, um Orientierung und um einen Einblick in das wirkliche Berufsleben«, sagte KWG-Lehrer Frank Luetkebohmert, der mit Unterstützung der Sparkasse die Studien- und Berufe-Börse organisiert hatte.

Das KWG beginnt schon früh in Klasse 8 mit Berufsfelderkundungen, Girls- und Boysdays und »Mama- und Papa-Tagen«. In Klasse 10 ist dann ein zweiwöchiges Betriebspraktikum angesagt, die Elfer nehmen zudem noch an der Berufbörse im KWG teil.

Das Spektrum der vorgestellten Jobs reichte vom Soldaten, über Polizisten, Juristen und Ingenieur bis zum Mediziner oder Lehrer. Vertreter heimischer Unternehmen wie Gebrüder Becker, Stiebel Eltron, Phoenix Contact, Symrise, Sparkasse und Verwaltungen informierten über die in ihren Firmen 2018/19 angebotenen Ausbildungsberufe. Auch das WESTFALEN-BLATT Höxter war bei der Studienbörse vertreten. WB-Redakteur Michael Robrecht berichtete den Schülerinnen und Schülern aus seinem Arbeitsalltag. Er stellte das Berufsbild des Tageszeitungsredakteurs vor, erklärte die Ausbildungsangebote in einem großen Verlag, schilderte den Aufbau der Zeitungsseiten, erläuterte, wie man eine Redaktion organisiert und leitet und wagte einen Blick zu den vielen neuen Medienangeboten. Online, Videofilme, das Bedienen sozialer Medien plus modernste Technik wie Drohnen und Kameras bedienen, all das gehört heute zur Medienbranche. Michael Robrecht machte den Schülern anhand des eigenen Werdeganges – auch er hat einst am KWG Abitur gemacht - deutlich, dass man für einen Berufseinstieg im Journalismus am besten schon während der Schulzeit als freier Mitarbeiter erste Erfahrungen in einer Zeitungsredaktion sammelt. Praktika, freie Mitarbeit und das Kontakthalten zu zur Redaktion sei sehr hilfreich für die Zeit nach einem Studium.

Die Studienbörse findet am KWG jährlich statt. Sie soll den Schülern die Möglichkeit geben, in verschiedene berufliche Bereiche hinein zu schnuppern. Ist es besser für mich zu studieren? Oder soll ich lieber eine Lehre machen? Doch was muss man für ein Studium, was für eine Ausbildung mitbringen? Und wie steht es jeweils um die Arbeitsmarktchancen? Fazit der Studientag-Dozenten: »Kümmert Euch so früh es geht ganz konkret um die Ausbildung nach dem Abitur, denn zum Teil muss man sich schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn bei den Betrieben um Stellen bewerben.«

 

Bildunterschrift: Berufe- und Studienbörse KWG: Die Schüler der Jahrgangsstufe 11, alle um die 16 Jahre jung, sind von Vertretern heimischer Unternehmen einen Schultag lang über Chancen auf dem Arbeitsmarkt informiert worden.

Fotos: Frauke Wiegers, Jonas Ahrens, Jonas von Kölln
Text: Michael Robrecht
Bild und Text aus dem Westfalen-Blatt vom 02.02.2018