Q2 erkundet Krakau, Auschwitz und Berlin - Exkursion führt in historische Städte

Am Abend des 19. Oktobers machten wir (43 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2) uns  auf den Weg nach Krakau.

Begleitet wurden wir dabei von Herrn Heger, der die Fahrt als Lehrer unseres Leistungskurses organisiert hatte,  und von der Referendarin Frau Dammann. Nach drei Stunden machte uns ein Wildunfall zu schaffen, der unsere Ankunft in die ehemalige polnische Hauptstadt um eine gute Stunde verzögerte.

Am nächsten Morgen kamen wir dann in Krakau an, doch viel Zeit zum Verschnaufen gab es nicht, denn die Stadtführung stand bereits an. Eine Stadt, die sehr viel zu bieten hat und sicherlich eine Reise wert ist, vor allem in der Nacht, wenn der historische Marktplatz mit dem beleuchteten Rathaus zum Träumen einlädt. Von der Burg bietet sich ein schöner Blick über die Wisla.

Am Samstag stand ein Ort der dunklen deutschen Geschichte auf dem Programm, ein Tagesausflug führte uns nach Oświę cim ins Konzentrationslager nach Auschwitz und in dessen Vernichtungslager Birkenau. Die Erlebnisse und Eindrücke dort waren sehr eindringlich und sicher unvergesslich, weil die Gräueltaten der Nazis dort wie an kaum einen anderen Ort bis heute ansatzweise so erfahrbar sind. Aber man muss sich auch mit diesem Teil unserer Historie auseinandersetzen. Es gehört leider dazu und darf nicht vergessen werden.

Den darauf folgenden Sonntag verbrachten wir im Bus, denn der Quartierwechsel führte uns in die deutsche Hauptstadt – Berlin. Dabei fuhren wir am Sender Gleiwitz vorbei, wo die Nationalsozialisten ein Eindringen polnischer Freischärler auf deutschem Boden inszenierten und somit den Überfall auf Polen und den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs rechtfertigten.  

Nun standen zwei anstrengende, aber sehr interessante und lehrreiche Tage an. Am Montag besichtigten wir das Brandenburger Tor, ehe die historische Straße „Unter den Linden“  uns zum Deutschen Historischen Museum führte. Ein interessanter Gang durch die Geschichte unseres Landes, der auch für einen Leistungskursschüler bei Herrn Heger noch neue Informationen bringt. Das Highlight jedoch stand am Abend an, als wir die Kuppel des Bundestages besichtigten und sich uns ein wunderbarer Blick über das nächtliche Berlin bot.

Am Dienstag gingen wir zum historischen Grenzübergang „Checkpoint Charlie“ und besuchten anschließend die Dauerstellung „Topographie des Terrors“, die v.a. das Herrschaftssystem des Nationalsozialismus thematisiert.  Nachmittags begaben wir uns an die Bernauer Straße und besichtigten die Reste der Berliner Mauer sowie das dortige Informationszentrum über die Teilung Deutschlands.

Der letzte Tag, der Mittwoch, stand dann zur freien Verfügung, um letzte Mitbringsel zu besorgen oder um noch einmal ausgewählte Ziele zu besuchen. Am Nachmittag ging es dann vom Berliner Hauptbahnhof zurück ins Weserbergland. Doch auch die Deutsche Bahn zeigte mal wieder, dass auf sie nicht immer Verlass ist. Ein technischer Defekt führte dazu, dass der ICE „nur“ 160 km/h fahren konnte, so dass wir mit 90 Minuten Verspätung in Höxter ankamen. Letztlich lässt sich sagen, dass es eine sehr interessante und lehrreiche Fahrt war, die sehr viele Eindrücke und Einblicke in die deutsche Geschichte mit ihren Höhen und Tiefen gewährte.

 

Von Felix Senftleben