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Eine lehrreiche Reise zwischen zwei Ländern und drei Sprachen

Höxter Bahnhof, Samstag 03. März, 5:45 Uhr morgens

Zweiundzwanzig Schülerinnen und Schüler stehen mit gepackten Koffern, gut gelaunt am höxteraner Bahnhof und warten auf den Zug, der sie schließlich zum Flughafen in Düsseldorf bringen soll. Wir verabschiedeten uns von unseren Familien und starteten unsere aufregende Reise in die höchstgelegene Stadt Spaniens, Ávila.

Nachdem der Zug uns pünktlich zum Flughafen in Düsseldorf gebracht hatte, flogen wir zweieinhalb Stunden mit dem Flugzeug nach Madrid, wo uns ein spanischer Bus abholte und nach Ávila fuhr. Da fast jeder Schüler bereits einen Monat zuvor über WhatsApp Kontakt mit seinem Austauschpartner aufgenommen hatte, war die Vorfreude auf die spanischen Austauschpartner umso größer. Knappe anderthalb Stunden später kamen wir sicher an der „I.E.S. Vasco de la Zarza“ in Ávila an, wo schon die spanischen Austauschschüler, deren Familien und Lehrerinnen auf uns warteten. Gemeinsam mit den Familien unserer Austauschpartner fuhren wir erst einmal zu ihnen nach Hause und lernten diese kennen. Viel Zeit zum Auspacken blieb uns jedoch nicht, denn es ging gleich weiter in die Stadt auf einen Platz, wo wir uns zum gemeinsamen Gymkhana (Stadtrallye) trafen und erstmals die Stadt erkundeten. Am Abend besuchten wir die beliebte Disco „Standby“, wo wir viel Spaß hatten - obwohl wir schon ziemlich geschafft von der langen Reise waren.

Am nächsten Tag war „Familientag“, welcher von vielen dafür genutzt wurde um mit ihrer Gastfamilie eine der umliegenden Städte (z.B. Segovia) zu besuchen oder etwas mit ihrem Austauschpartner und dessen Freunden zu unternehmen.

Ungewohnt konnten wir am Montagmorgen etwas länger schlafen und gingen erst um neun Uhr mit unseren Austauschpartnern zur Schule, wo wir vom Schulleiter und einigen Lehrerinnen willkommen geheißen wurden. Nachdem wir erste Einblicke in den Unterricht in Spanien erhalten hatten, machten wir uns auf seine Einladung hin, zum Präsidenten für Bildung der Region Castilla y León, Santiago Rodríguez, auf. Bei seiner anschließenden Willkommensrede wurden wir sogar vom regionalen Fernsehen in Ávila gefilmt. Außerdem besichtigten wir das königliche Kloster „Real Monasterio de Santa Ana“ und holten danach unsere Austauschpartner von der Schule ab.

Am Dienstag fuhren wir gemeinsam mit den Spaniern in die nahegelegene Stadt Salamanca. Dort begann unser Aufenthalt mit einer englischen Stadtführung. Anschließend hatten wir ca. zwei Stunden Zeit, um ein wenig bummeln zu gehen und eine Kleinigkeit zu essen. Von dem Turm der Kathedrale in Salamanca aus konnten wir, aufgrund des sonnigen Wetters, über große Teile der Stadt blicken. Gegen 19:00 Uhr abends erreichten wir Ávila und hatten den Rest des Abends Zeit, um etwas mit der Gastfamilie zu unternehmen.

Und erneut klingelte der Wecker: Am Mittwochmorgen ging es wieder in die Schule. Dort hatten die spanischen Lehrerinnen ein Spiel für uns vorbereitet, bei dem wir spanische Begriffe gelernt haben, die dazu dienen sollten uns z.B. das Einkaufen zu erleichtern. Nach einer kleinen Frühstückspause brachen wir auf, um den Bürgermeister von Ávila zu besuchen, der uns in dem Rathaus der Stadt willkommen hieß. Anschließend machten wir uns auf, um die Stadtmauer zu besichtigen, wobei wir ca. 3km auf der Stadtmauer entlang gehen konnten und die Aussicht sehr genossen. Nach ein wenig Freizeit führte uns ein Audio-Guide durch ein Kunstmuseum, indem wir die Werke von Caprotti bestaunen konnten.

Am Donnerstag starteten wir unseren Ausflug nach Madrid um viertel vor neun an der spanischen Schule. Nach einer kurzen Pause in der Stadt begann unsere zweistündige Stadtführung, die uns unter anderem zum Palacio Real und schließlich in die Innenstadt von Madrid führte. Aufgrund der Demonstrationen zum Weltfrauentag in Spanien, an denen mehr als 5200 Frauen teilnahmen, konnten wir einige Teile der Innenstadt nicht besichtigen. Gegen Mittag hatten wir Freizeit, welche einige von uns zum Shoppen nutzten, während ein paar Jungen das berühmte Fußballstadion „Estadio Santiago Bernabéu“ besichtigten. Zum Abschluss des Ausfluges besuchten wir ein Museum des Pop Art Künstlers Andy Warhol, welcher Künstler wie Marilyn Monroe und Elvis Presley porträtiert hatte.

Der Freitagmorgen begann mit einem gemeinsamen Besuch des Wochenmarktes von Ávila und eines Supermarktes, um letzte Besorgungen für unsere Reise zurück nach Deutschland zu machen. Anschließend gingen wir in die Ausstellung „Vettonia-Kultur und Natur“, bei der wir einen Blick auf die Kultur der Vettonen erhielten. Am Abend trafen wir uns alle, um den letzten Tag unseres Besuches in der höchsten Stadt Spaniens mit einem gemeinsamen spanischen Abendessen ausklingen zu lassen

Samstagmittags hieß es Abschied nehmen: Um zwölf Uhr trafen wir uns an der Schule, um uns von unseren Gastfamilien und den Austauschpartnern zu verabschieden und uns auf den Weg zurück in unsere Heimatstadt zu machen, die wir schließlich um elf Uhr nachts erreichten.

Der Austausch mit der spanischen Schule in Ávila hat uns sehr gut gefallen, da wir das Leben der gleichaltrigen Jugendlichen dort kennenlernen durften und unsere englischen und teilweise auch spanischen Sprachkenntnisse gut anwenden konnten. Mit unseren spanischen Austauschpartnern und ihren Familien haben wir gute neue Freunde gefunden, mit denen wir noch lange Zeit in Kontakt bleiben möchten.

Wir danken dem KWG, dass es uns ermöglicht hat diese tollen Erfahrungen zu machen. Besonders möchten wir uns bei unseren Lehrerinnen Frau Kornas und Frau Pekker, sowie bei unseren Eltern für ihre Unterstützung bedanken.

Lena Dittrich und Greta Schliefkowitz

 

Eine lehrreiche Reise zwischen zwei Ländern und drei Sprachen