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Freundschaftsbaum am KWG wird 30 Jahre alt

Zum Freundschaftsbaum am KWG, der vor 30 Jahren am 01.05.1988 gepflanzt wurde, entstanden Schülerbeiträge, von denen wir hier einige gerne vorstellen möchten:


Hallo, ich bin Fips das Eichhörnchen.


Ich möchte euch heute mein Lieblingsplatz vorstellen, nämlich den Ginkgobaum am KWG.
Was für ein Glück, dass diese Art vor mehr als 200 Jahren von Ostasien zu uns gebracht wurde.
Davor war der Fächerblattbaum hier nur als Fossil bekannt.
Nur in China wächst der noch wild. Vor der Eiszeit war das in Mitteleuropa auch noch der Fall.
Jetzt aber Schluss mit Geschichte.
Als Eichhörnchen interessiere ich mich besonders für die Nüsse und Samen der Bäume.
Vor allem für die der Nadelbäume, die -wie der Ginkgo- zu den Nacktsamern zählen.
Doch der Ginkgo biloba ist ganz speziell, denn er hat keine Nadeln wie alle anderen Nacktsamer, sondern besitzt fächerartige Blätter. Erst nach 20 bis 30 Jahren zeigen sich die ersten Blüten und offenbaren das Geschlecht.
"Frau Ginkgo" lagert den männlichen Pollen, wenn er sie erreicht hat, in der Samenanlage. Die Geschlechtsreife Eizelle saugt mithilfe einer Bestäubungsflüssigkeit die Pollen ein. Nun beginnt die Samenanlage zu wachsen.
Nach einiger Zeit ist sie zu einer innen harten und außen dickfleischigen gelben Hülle geworden.
Während des Herbstes sammle ich, wie ihr alle wisst, Nüsse, Samen und Zapfen.
Aber als ich einmal an die Kern des weiblichen Ginkgos kommen wollte, der in Südostasien als Delikatesse gilt , reiste ich bis nach Detmold in den Schlosspark und musste leider feststellen ,dass die Hülle fürchterlich stank. Ich hoffe, dass der Baum am KWG ein männlicher Ginkgo ist.
Jetzt kommt noch der Steckbrief des Fächerblattbaumes:

Steckbrief
Name: Ginkgobaum / Fächerblattbaum
Lateinischer Name: Ginkgo biloba
Alter: bis zu 1000 Jahre
Wo: Asien Europa (nicht wild in Europa)
Blütezeit: Mai bis Juni
Höhe: 20 bis 40 m
Besonderheiten: gilt als lebendes Fossil, wegen der Ähnlichkeit mit Farnsamern aus der Zeit der Dinosaurier;
                       besitzt schwimmfähige Schwärmerzellen; kein Zwitter
 
Fiona Broeker 6d


Wissenschaftlicher Name: Ginkgo biloba
(auch Fächerblattbaum genannt)

Der Gingko ist ein sommergrüner, recht hoher Baum mit unregelmäßig verzweigter Krone.
Im Herbst verfärben sich seine Blätter goldgelb und fallen dann ab. Die Blätter haben eine fächerförmige Gestalt. Es gibt einen  männlichen und einen weiblichen Baum. Wenn die Früchte des weiblichen Baums abfallen, stinken sie  unangenehm nach Buttersäure; deshalb pflanzen die meisten Leute einen männlichen Baum in ihren Garten.
Der Ginkgo ist mit den Nadelhölzern verwandt, obwohl er keine nadelförmigen Blätter hat wie diese! Die Blätter ähneln eher einem Laubbaum.
Seine Befruchtung ist recht ungewöhnlich und altertümlich. Sie erfolgt beim Ginkgo-Weibchen durch bewegliche Samenzellen – anders als bei den Nadelholzgewächsen, die durch einen Pollenschlauch unbewegliche Samenzellen tranportieren.
Im Erdmittelalter war der Ginkgo weltweit verbreitet, was Fossilfunde belegen. Mit der Eiszeit verschwanden Ginkgos jedoch völlig aus Europa. Es gab sie nur noch in inselartigen Vorkommen in Nordamerika und Ostasien.
Heute ist der Ginkgo als Park- und Zierbaum wieder in sämtlichen Ländern anzutreffen.

Salome Esau, 6d


Ginkgo biloba

Dieses Baumes Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.
Ist jetzt ein lebendig Wesen,
Dass sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Dass man sie als eines kennt?
Solche Fragen zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn.
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Dass ich eins und doppelt bin?

Johann Wolfgang von Goethe 1815
(der war natürlich nicht Schüler am KWG  :P )